Viele Paare starten ihre Ehe voller Spannung und Vorfreude – besonders, wenn sie bis zur Hochzeit mit dem ersten Geschlechtsverkehr gewartet haben. In der Zeit davor gab es vielleicht schon die ersten Schritte: zunächst Händchenhalten, dann der erste Kuss, später ein Zungenkuss (vielleicht kam das auch noch am selben Abend) :-) und irgendwann auch zärtliche Berührungen an anderen Körperstellen.
Nach der Hochzeit verändern sich dann oft schon bald diese schönen Intimitäts-Zeiten. Häufig richtet sich die Aufmerksamkeit stärker auf das „Ende“ – den Orgasmus – während der Weg dorthin aus dem Blick gerät. Nicht selten kommt es vor, dass der Mann zu schnell „zur Sache“ kommt und dabei nicht bemerkt, daß “frau” noch lange nicht so weit ist und sie da irgendwie ganz anders tickt.
Viele Männer, die ihre Frau lieben, würden gerne wissen wollen, wie sie ihr im Ehebett mehr Freude bereiten können. Doch wenn die Frau sich nicht traut, ihre Wünsche offen anzusprechen, bleibt dem Mann nichts anderes übrig, als zu erahnen, was ihr gefallen könnte.
Darum möchte ich dich ermutigen, deinem Mann klarer mitzuteilen, was du dir wünschst. Offene und ehrliche Kommunikation ist der Schlüssel zu einer erfüllten Intimität. Aber wie gelingt das am besten?
1. Den richtigen Zeitpunkt wählen
Es ist wenig hilfreich, deine Frustration direkt vor oder während der Zweisamkeit im Bett anzusprechen. Ein neutraler Ort, an dem ihr ungestört und in Ruhe sprechen könnt, ist deutlich besser geeignet. Männer reden gerne auch außerhalb des Schlafzimmers über Sex. Zumindest das ist meine Erfahrung. :-) Du brauchst dich also nicht zu genieren, wenn du mit ihm z.B. bei einer gemeinsamen Terere-Runde (wohlgemerkt: in einem Moment, wo ihr alleine seid) davon ansprichst.
Findet eine Zeit und einen Ort, um euch entspannt zu unterhalten. Du kannst damit anfangen, deinem Mann Mut zu machen, indem du ihm erzählst wie du bestimmte sexuelle Handlungen von ihm genossen hast. Sage ihm auch, was dir nicht gefällt, oder was hinderlich für dich ist, um dich zu entspannen. Erkläre ihm, dass es Dinge gibt, die dir manchmal gefallen, und manchmal nicht. Deshalb ist es so wichtig, auch während des intimen Zusammenseins miteinander zu kommunizieren.
2. Signale während der Intimität geben
Manchmal braucht es keine langen Gespräche, um deinem Mann zu zeigen, was dir gefällt. Auch nonverbale Kommunikation kann sehr wirksam sein. Führe seine Hände dorthin, wo du Berührungen genießen möchtest, oder bitte ihn liebevoll: „Küss mich hier“ oder „Streichle mich bitte dort.“
Männer lieben es, wenn ihre Frau aktiv zeigt, was sie sich wünscht. Denn er liebt nicht nur deinen Körper – er liebt dich und möchte Nähe und Intimität mit genau dir erleben.
3. Positive Rückmeldung geben
Wenn dich etwas besonders erregt, ermutige ihn, weiterzumachen. Ein deutliches Zeichen wie ein begeistertes „Hör nicht auf!“ oder auch hörbare Lustäußerungen geben ihm Sicherheit und steigern gleichzeitig deine eigene Erregung. So wird Intimität für euch beide intensiver und erfüllender. Und dein Mann muss nicht weiter raten, wie er es für dich schöner machen könnte.
4. Vertrauen und Wertschätzung zeigen
Offene Gespräche über Intimität können nur dann gelingen, wenn sie von Liebe und Respekt gekennzeichnet sind. Dein Mann sollte nicht das Gefühl haben, kritisiert oder bewertet zu werden. Deshalb ist es hilfreich, ihm auch zu sagen, was er gut macht und was dir bereits gefällt. Ein „Ich liebe es, wenn du…“ wirkt viel stärker als ein „Du machst nie…“. So fühlt er sich ermutigt und bestärkt, auf deine Wünsche einzugehen – und ihr schafft gemeinsam eine Atmosphäre, in der Nähe und Vertrauen wachsen können.
Eine offene und wertschätzende Kommunikation ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck von Vertrauen und Liebe. Je klarer du deine Wünsche mitteilst, desto leichter kann dein Mann dir entgegenkommen – und ihr beide erlebt Intimität als einen Ort tieferer Verbundenheit.
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