Hast du dir schon mal folgende Fragen gestellt? „Ist Oralsex in Ordnung?“ oder „Mein Mann möchte ein Video von uns im Schlafzimmer machen. Ist das Sünde?“

Viele Ehepaare haben Angst, ihre Fragen auszusprechen, weil sie ihren Ehepartner nicht verärgern oder verletzen wollen. Eines unserer Ziele auf diesem Blog ist es, es für christliche Ehepaare leichter zu machen, über sexuelle Fragen zu sprechen, indem wir einen sicheren, biblischen Rahmen bieten. Dort, wo die Schrift schweigt, können wir auf biblische Prinzipien schauen, die uns helfen, zu erkennen, was gut für die Intimität in der Ehe ist – und was nicht.

Was wir in der Bibel zu diesen Thema finden:

Wir sollen sexuelle Sünde meiden. Die Bibel macht deutlich, dass Folgendes Sünde ist:

  • Unzucht / Sex vor der Ehe
    (Galater 5,19; 1. Korinther 7,2 und 36)
  • Ehebruch / Sex mit jemand anderem als dem eigenen Ehepartner
    (2. Mose 20,14; Matthäus 5,27)
  • Homosexualität / Sex mit jemandem gleichen Geschlechts
    (3. Mose 18,22; Römer 1,26–27)
  • Sodomie / Sex mit einem Tier
    (3. Mose 18,23; 20,15–16)
  • Prostitution / Sex gegen Bezahlung
    (3. Mose 19,29; 5. Mose 23,17; Sprüche 23,27; 1. Korinther 6,15–16)
  • Inzest / Sex mit nahen Verwandten
    (3. Mose 18,6)


Sex gilt für die Ehe – ein Mann mit einer Frau.

  • (Matthäus 19,4–5; 1. Timotheus 3,2 & 12)

Wir dürfen die legitimen sexuellen Bedürfnisse und Wünsche unseres Ehepartners liebevoll erfüllen. (1. Korinther 7,3–5 – Sexuelle Verantwortung)

All dies sind direkte biblische Gebote, die auch von Jesus im Neuen Testament nicht annuliert wurden.

Vielleicht denkst du jetzt: “Ja, okay, ich bin mit diesen Geboten einverstanden. Aber was mache ich, wenn mein Ehepartner mit mir Sachen ausprobieren will, bei denen ich mich nicht gut fühle oder die mir Schmerzen bereiten? Dazu will ich dir folgendes mitgeben:

Aus Liebe zu unserem Ehepartner und mit dem Gedanken, daß mein Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, wollen wir uns gegenseitig keinen Schaden zufügen:
(Epheser 5,29 & 33; 1. Korinther 6,19-20)

  • körperlich
  • medizinisch
  • emotional
  • mental
  • geistlich

Als Ehepaar entscheiden wir zusammen, welche Art von Liebesspiele in Ordnung sind in unserem Intimleben. Wir können dabei kreativ werden. Sexuelle Ausdrucksformen können so vielfältig sein wie es Verschiedenenheiten in den Ehebeziehungen gibt. Wir können uns nie mit anderen vergleichen. Aber eines muss sicher sein: es muss uns beiden Spaß machen. Keiner soll sich vom anderen gezwungen fühlen, oder sich als “Objekt” benutzen lassen.

Alles, was die oben erwähnten Prinzipien nicht verletzt, ist im Ehebett in Ordnung. Allerdings ist es wichtig, dass unsere sexuellen Aktivitäten Intimität und Einssein als Paar fördern. Wenn dein Ehepartner sexuellen Fantasien aus der Pornografie mit dir ausprobieren will, dann ist das NICHT OKAY. Bitte sei ehrlich, wenn du mit einer Technik dich nicht gut fühlst oder du eine Position nicht magst, oder sie dir Schmerzen bereitet.

Oder wenn dein Mann zu heftig wird beim “Koitus”, dann frag ihm doch, ob er ein “Stück des Weges” mit der Hand weitermachen kann, bevor er dann zum Schluß in Dir eindringt. Das ist völlig okay und macht Eure Intimität kein bißchen weniger romatisch.

Übrigens ist es sehr wichtig, daß Ihr regelmäßig Geschlechtsverkehr habt, damit das Liebesband nicht einen Riss bekommt.

Was ist regelmäßiger Sex? Wie oft ist “regelmäßig”?

Diese Frage wird jedes Ehepaar individuell beantworten müssen. Ehepaare, die gesunde Sexualität leben, schlafen durchschnittlich 3-4 Mal in der Woche miteinander. Es gibt aber auch solche, die während der Woche viel Stress haben und es höchstens am Wochenende 1-2 Mal schaffen, intim miteinander zu werden. Es wäre gut, wenn Ihr offen zueinander seid und jeder dem anderen klar kommunizieren kann, wie oft er/sie sich das wünscht. Da kann man dann sicher einen Mittelweg finden.

Auch wenn die Bibel darüber nicht spricht, hat die Wissenschaft gezeigt, dass Geschlechtsverkehr Auswirkungen auf unseren Körper, unseren Geist und unsere Gefühle hat. Und je öfter eine Frau mit ihrem Mann schläft, desto öfter kann es passieren, daß sie ein Verlangen nach ihm hat. Da helfen uns unsere Hormone ;-). Also, keine wochenlangen Durststrecken erlauben. Das ist ein Sexkiller. Wie auch die Verhütungspille ein Sexkiller sein kann, weil sie bei einigen die Lusthormone verwinden lässt.