Wenn man über Intimität in der Ehe spricht, dann sind es oft die Männer, die über Sexpositionen informiert sind und diese gerne mit ihrer Partnerin ausprobieren wollen. Frauen dagegen – natürlich lange nicht alle – denken mehr darüber nach, mit ihrem Partner romantische Zeiten zu erleben und haben sich meist noch keine Gedanken gemacht über die verschiedenen Stellungen beim Sex.

Liebe Leserin, es ist nicht unchristlich, wenn dein Mann darüber nachsinnt, welche verschiedenen Positionen er mit dir ausprobieren möchte. Sex darf in der Ehe Spaß machen und es muss keine langweilige Routine werden. Du als Frau darfst da natürlich ganz frei mitmachen und selbst Sexstellungen vorschlagen, um selber auf deine Kosten zu kommen.

Frauen, die sich selten mit dem Thema Sexualität beschäftigen, möchte ich ermutigen, hier weiterzulesen. Wenn man besser informiert ist, kann man sich auch leichter auf etwas Neues einlassen. Und ich zeige dir einige Positionen, die mehr Erregung erzeugen können und bei denen du selbst leichter zum Höhepunkt kommen kannst.

Sexualität lebt von Nähe und Ehrlichkeit

Vorab möchte ich noch einmal daran erinnern, dass die eheliche Sexualität nicht auf einen schnellen „Kick“ fokussiert ist. Es geht um Intimität. Das heißt, es geht um Zärtlichkeit, Nähe, Liebe und darum, aufeinander einzugehen. Dazu bist du, liebe Leserin, auch im Bett herausgefordert, ehrlich zu sagen, was du magst und was nicht.

Dein aktives Mitmachen und Mitgestalten wird dir helfen, selber mehr Freude zu empfinden. Und eine Frau, die mitmacht, wirkt attraktiv auf ihren Mann. Manchmal kostet es etwas Überwindung, sich auf Neues einzulassen, aber es tut einer Beziehung gut, wenn sexuelle Begegnungen nicht monoton werden.

1. Die Missionarsstellung

Die Frau liegt mit gespreizten Beinen auf dem Rücken, er stützt sich auf Knien und Armen ab und dringt in sie ein.

Vorteile der Missionarsstellung

  • direkter Blickkontakt
  • einfacher Zugang zu den Brüsten der Frau
  • beide Ehepartner haben ihre Hände frei

Nachteile der Missionarsstellung

Sie gehört zu den ungünstigsten Positionen für eine Frau, um zum Höhepunkt zu kommen, denn die Klitoris wird nicht direkt stimuliert.

Die Missionarsstellung geht außerdem oft von der Annahme aus, dass der Mann beim Sex die ganze Arbeit machen sollte. Das kann schnell zu einer eher passiven Rolle der Frau führen.

Vielleicht würde es deinem Mann gefallen, wenn DU einmal die Initiative ergreifst. Und damit komme ich zu einer wunderbaren Stellung – und einer, die die meisten Menschen ohne sportliches Training problemlos umsetzen können.

2. Die Reiterstellung

Der Mann liegt auf dem Rücken, die Frau kniet über ihm. Sie kann ihre Beine so spreizen, dass sie die angenehmste Position für sich findet. Der Mann hat seine Hände frei und kann seine Frau zusätzlich an den Brüsten stimulieren.

Warum viele Frauen diese Stellung mögen

In dieser Stellung kann die Frau sehr gut die Führung übernehmen und Rhythmus und Schnelligkeit bestimmen. Der Mann kann ihre Lust zusätzlich steigern, indem er sein Becken anhebt oder sich ein Kissen unter die Lendenwirbel schiebt.

Bei dieser Position wird die Klitoris durch die Reibung besonders gut stimuliert, weshalb viele Frauen leichter zum Höhepunkt kommen.

3. Doggy Style

Die Frau kniet im Vierfüßlerstand, die Knie etwas breiter als hüftbreit auseinander, und stützt sich entweder auf die Hände oder Unterarme. Der Mann kniet hinter ihr und dringt von hinten in sie ein. Wenn die Frau auf dem Bett oder Sofa kniet, kann der Mann auch stehen. Hier geht es nicht um Analsex. Es geht darum, dass der Partner seinen Penis von hinten in die Vagina einführt.

Vorteile dieser Stellung

Bei dieser Position hat der Mann die Hände frei, um die Brüste der Frau zu stimulieren. Dadurch kann die Frau oft intensiver empfinden als bei der Missionarsstellung. Bei dieser Stellung ist es wichtig, daß der Penis langsam eingeführt wird oder daß man Gleitmittel braucht, falls die Frau noch zu trocken ist.

Offenheit und Leichtigkeit in der Intimität

Auf folgender Webseite gibt es noch weitere Positionen, die für christliche Ehepaare mit gezeichneten Bildern erklärt werden:

Christian Friendly Sex Positions

Und wenn das Experimentieren nicht so toll ist wie erhofft? Nehmt es gelassen. Man kann auch einmal sagen: „Das funktioniert nicht“, und dann einfach die Position ändern. Man darf sogar miteinander lachen, wenn etwas schiefgeht.

Lernt, auch in der Intimität frei über das zu reden, was ihr fühlt. Nicht übereinander lachen, sondern miteinander lachen. Sexualität ist etwas, das Gott sich ausgedacht hat – nicht nur, damit die Menschheit sich vermehrt, sondern auch damit Mann und Frau Freude miteinander erleben können.

Pornographie und vieles, was wir in Filmen sehen, haben Sexualität oft verzerrt dargestellt. Aber das Original – die liebevolle Gemeinschaft zwischen Mann und Frau – darf schön, lustvoll und erfüllend sein. Für beide.

Ich hoffe, ich konnte dich dazu ermutigen, auch im Bett mehr Kreativität einzubringen. Wir brauchen das nicht nur unseren Männern überlassen, denn sonst wird es schnell sehr einseitig. Wir dürfen genauso unseren Teil dazu beitragen.

Denk daran: Je mehr wir die sexuelle Intimität mitgestalten, desto schöner kann sie auch für uns werden.

Eine wichtige Bemerkung zum Schluss

Offenheit in der Ehe bedeutet nicht, dass man alles ausprobieren muss. Es ist gut, miteinander über Wünsche und neue Ideen zu reden – aber genauso wichtig ist es, auf das eigene Herz und das eigene Gefühl zu achten.

Wenn du dich bei einem Vorschlag deines Mannes unwohl fühlst, dann nimm dieses Gefühl ernst. Es bringt nichts Gutes, wenn man dem Partner zuliebe bei Dingen mitmacht, bei denen man sich nicht wohlfühlt.

Das Eheschlafzimmer ist kein Ort für Pornographie

Das Eheschlafzimmer ist kein Ort, um pornographische Bilder oder Fantasien nachzuspielen. Sexualität darf von Liebe, Vertrauen, gegenseitigem Respekt und echtem Miteinander geprägt sein – nicht von Druck oder Vergleichen.

Und darüber darfst du offen sprechen. Du darfst deinem Mann ehrlich sagen, was sich für dich schön, verbindend und richtig anfühlt – und was nicht. Eine gute Ehe hält ehrliche Gespräche aus.

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