Ich möchte meine Erfahrung mit Vaginismus mit euch teilen. Vaginismus ist eine psychosomatische Erkrankung: "Vaginismus bezeichnet die unwillkürliche Verkrampfung der Beckenbodenmuskulatur und insbesondere des äußeren Drittels der Vagina (Scheide). Hierbei wird der Introitus vaginae verschlossen was jedes Eindringen unmöglich oder schmerzhaft macht"(Lexicon).
Die Ursachen liegen oft in der Vergangenheit durch sehr konservative Erziehung oder sexuellen Missbrauch verschiedener Art. Aber auftreten tut sie dann oft erst Jahre später, ausgelöst durch vaginale Erkrankungen oder einer Entzündung. Diese Entzündung kann auch in den Harnwegen auftreten. Sie kann aber auch durch eine Geburt ausgelöst werden.
Dann hat man plötzlich ständig starke Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (erste Phase) oder kann es erst gar nicht mehr vollziehen, kein eindringen möglich (zweite Phase).
Bei mir war die Ursache eine sehr konservative Erziehung und weil ich nur eine negative Sicht von Sexualität mitbekam. Ich wurde ständig vor vorehelichen Sex gewarnt, aber niemand sagte mir, daß Gott sie als eines der schönsten Geschenke für eine Ehe geschaffen hat.
Kurz bevor ich meinen Mann heiratete, kämpfte ich mit einer Blasenentzündung und eine nicht entdeckte Pilzerkrankung in der Blase. Dadurch zog sich das lange, bis ich endlich geheilt werden konnte davon.
Als ich dann in die Ehe ging mit meinem Mann, und wir mit Geschlechtsverkehr anfingen, ging es nur unter großen Schmerzen bei mir. Und es wurde nicht besser.
Schließlich ging ich zu den Ärzten, die meine Blasenerkrankung behandelt hatten, weil ich dachte, daß da vielleicht doch was nicht ganz ausgeheilt war.
Der erste von den zwei Ärzten sagte mir nach der Untersuchung, das ich mich nur meinem Mann hingeben sollte. Ich würde ihn doch lieben? Ich fühlte mich gar nicht verstanden.
Darauf hin ging ich zu dem zweiten Arzt, da der erste mir empfahl, das zu machen, um sicher zu gehen, daß meine Blase heil sei.
Ja, da hatten sie sich wohl ausgetauscht über mich. Denn der zweite Arzt machte erstmal keine weiteren Untersuchungen und er wusste schon Bescheid über das, was der erste Arzt dachte, welches mein Problem war. Der zweite Arzt übernahm dann einfach die Meinung des ersten Arztes und machte sich nicht die Mühe, sich selbst eine Meinung zu bilden.
Er erklärte mir stattdessen wie Geschlechtsverkehr funktioniert, da wie er meinte, wir oft nicht richtig aufgeklärt seien. Womit er ja auch recht hatte. Aber es war sehr demütigend für mich wie er es machte.
Danach musste ich mich auf die Liege legen und er zog sich den Gummi Handschuh an, um mit seinem Finger in meine Scheide einzudringen, um mir zu zeigen, wie er sagte, das da alles in Ordnung sei. Das war schrecklich für mich.
Nach diesem Erlebnis kam ich in die zweite Phase des Vaginismus, also kein eindringen beim Sex war mehr möglich. Und mein Mann und ich entschieden uns keine Hilfe mehr zu suchen, da wir dachten, daß das Problem nur bei uns liegen würde.
Erst nach drei Jahren des Leidens und den Sex nicht genießen können, ja keinen richtigen haben zu können, ging ich, nachdem ich einen Neuanfang mit Gott gemacht hatte, meine Vergangenheit angefangen hatte aufzuarbeiten, und wir dann nach Deutschland gezogen waren, dort zu einer Frauenärztin.
Sie meinte, es sei sonst alles in Ordnung bei mir, aber man könnte durch einen kleinen Eingriff mich mehr öffnen, da es manchmal schwierig sei einzudringen, wegen dem Jungfernhäutchen das manchmal zu verhärtet sei, meinte sie. Aber sie empfahl mir, erst doch noch einmal selbst zu versuchen.
Da es parallel zu meiner Aufarbeitung geschah und ich auch zum ersten Mal sicher war, das nicht was ernstes körperliches vorlag, waren wir ermutigt, es zu versuchen und wirklich, durch ein Wunder Gottes fing es an zu funktionieren!
Zwar langsam und noch jahrelang mit Schmerzen, aber es wurde langsam immer besser, auch je heiler ich innerlich wurde.
Interessant ist auch, daß ich erst ungefähr eins bis zwei Jahre später durch einen Artikel über Vaginismus darauf stieß, das dies der Name meiner Erkrankung war.
Und Gott hatte mich geheilt. Natürlich dauerte es Jahre und brauchte auch viel Geduld seitens meines Mannes, aber wir fanden immer mehr Erfüllung im Sex. Gott sei Lob und Dank!
Anmerkung der Bloginhaber:
Liebe Leserin, wenn du durch diesen Artikel plötzlich den Namen deiner Krankheit weißt und du dir auch Heilung wünscht, dann schiebe das nicht auf die lange Bank. Es gibt eine Therapie zu Vaginismus und wir bieten diese Therapie an.
Schreib mir auf Whatsapp, Instagram oder an die hier in "Kontakt" angegebene Emailadresse (weiter unten siehst du das Kontaktformular). Vaginismus ist heilbar. Und du hast Gott auf deiner Seite. Er wünscht sich, daß du in deiner Ehe auch im Bereich Sexualität glücklich wirst. Er hat die Sexualität für deinen Mann und auch für dich geschaffen. Glaub mir, es lohnt sich dafür zu kämpfen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar schreiben